ALLGEMEINER TARIF

Strom

 

Allgemeiner Tarif Strom

Preisblatt gültig ab 01. Januar 2019

Allgemeine Preise der Grund- und Ersatzversorgung nach § 36 und § 38 EnWG und Allgemeiner Tarif für die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz. CleverStrom2019-Preise können abweichen.

*) Werte aus Übersichtlichkeitsgründen zum Teil gerundet; das Stromentgelt wird auf der Basis von Netto-Preisen ermittelt und erhöht sich abschließend um die Umsatzsteuer (zurzeit 19%) zum Rechnungsbetrag.

Die o. g. Bruttopreise sind Endpreise. Sie beinhalten die Stromsteuer, die Belastungen gem. EEG 3) und KWKG 4), die Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV 5), die Umlage nach § 17 f Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz 6), die Umlage für abschaltbare Lasten 7) und die gesetzliche Umsatzsteuer (z. Zt. 19 %).

1) nachts: täglich 6 Stunden in der Zeit von 22.30 Uhr bis 6.30 Uhr
2) Gilt für alle Kunden, die nach Allgemeinem Tarif beliefert werden bei einer Liefermenge bis 30.000 kWh/Jahr
3) EEG: Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien
4) KWKG: Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung
5) Umlage nach § 19 Abs. 2 Stromnetzentgeltverordnung
6) Umlage nach § 17 f Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (Offshore-Netzumlage)
7) Umlage nach § 18 der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten

Erläuterung zum Allgemeinen Tarif

für die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz der Stadtwerke Kleve GmbH                               

Gültig ab dem 01. Januar 2019

Die Stadtwerke Kleve GmbH, im Folgenden "Stadtwerke" genannt, bietet die Versorgung mit elektrischer Energie aus dem Niederspannungsnetz zu den Bestimmungen der Stromgrundversorgungsverordnung - StromGVV vom 26.10.2006 zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 29. August 2016 (BGBl. I S. 2034) einschließlich der "Ergänzenden Bedingungen zur StromGVV" an.

Zusammensetzung des Stromentgeltes

Für die vom Kunden für seine Anlage zum Allgemeinen Tarif bezogene elektrische Energie (Strombezug) vergütet der Kunde den Stadtwerken ein Stromentgelt, das sich zusammensetzt aus:

  • dem Verbrauchsentgelt, berechnet aus der vom Kunden bezogenen elektrischen Arbeit (Ziffer 1.1 ), ggf. gesondert für die Schwachlastarbeit (Ziffer 2.3);
     
  • dem Leistungsentgelt, nach Maßgabe der vom Kunden in Anspruch genommenen elek- trischen Leistung (Ziffern 1.2);
     
  • dem Verrechnungsentgelt, für Messung, Abrechnung und Inkasso, nach Art und Umfang der erforderlichen Mess- und Steuereinrichtungen (Ziffer 1.4).

Zur Ermittlung des Rechnungsbetrages erhöht sich das Stromentgelt um die Umsatzsteuer (Ziffer 5.3).

1 Tarif

1.1 Verbrauchsentgelt

Das Verbrauchsentgelt wird errechnet aus der im Abrechnungsjahr bezogenen elektrischen Arbeit in Kilowattstunden (kWh) mal dem Verbrauchspreis (in ct/kWh).
Der Verbrauchspreis ergibt sich aus dem Preisblatt.
Die elektrische Arbeit wird vom Zähler gemessen und angezeigt.

1.2 Leistungsentgelt

Das Leistungsentgelt setzt sich aus einem festen und einem verbrauchsabhängigen Anteil zusammen.

1.2.1
Der feste Anteil des Leistungsentgeltes ergibt sich für jede Bedarfsart (Ziffer 3) gemäß Preisblatt (in Euro je Jahr).

1.2.2
Der verbrauchsabhängige Anteil des Leistungsentgeltes ist im Verbrauchsentgelt enthalten.

1.3 Durchschnittspreisbegrenzung

Der Durchschnittspreis - ermittelt aus der Summe Verbrauchsentgelt gemäß Ziffer 1.1 und Leistungsentgelt gemäß Ziffer 1.2, geteilt durch die bezogene elektrische Arbeit im Abrechnungsjahr - darf den Durchschnittshöchstpreis gemäß Preisblatt nicht überschreiten.

1.4 Verrechnungsentgelt

Das Verrechnungsentgelt für Messung, Abrechnung und Inkasso ergibt sich nach Art und Umfang der erforderlichen Mess- und Steuereinrichtungen aus den Verrechnungspreisen gemäß Preisblatt. Sollte der Messstellenbetrieb nicht von dem grundzuständigen Messstellenbetreiber bzw. Verteilnetzbetreiber durchgeführt werden, erfolgt eine Gutschrift ab dem Zeitpunkt des Wechsels des Messstellenbetreibers in Höhe der bis zum Wechsel des Messstellenbetriebs vom grundzuständigen Messstellenbetreiber bzw. vom Verteilnetzbetreiber für den Messstellenbetrieb berechneten Entgeltes.

2 Schwachlastregelung

Auf Verlangen des Kunden wird zusätzlich die Schwachlastregelung mit folgenden Bestimmungen angewandt:

2.1
Die Schwachlastzeit beträgt täglich 6 Stunden in der Zeit von 22.30 bis 6.30 Uhr; sie wird von den Stadtwerken nach ihren Belastungsverhältnissen festgelegt und kann von ihnen mit angemessener Vorankündigung geändert werden.

2.2
Die während der Schwachlastzeit bezogene elektrische Arbeit ("Schwachlastarbeit") wird durch einen Zweitarifzähler gemessen und gesondert angezeigt. Die Umschaltung des Zweitarifzählers erfolgt durch Schaltuhren, sie werden nicht auf Sommerzeit umgestellt.

2.3
Das Entgelt für die Schwachlastarbeit ("Schwachlastentgelt") wird errechnet aus der Schwachlastarbeit im Abrechnungsjahr (kWh) mal dem Schwachlast-Verbrauchspreis gemäß Preisblatt (in ct/kWh).

2.4
Die Schwachlastarbeit und das Schwachlastentgelt bleiben bei der Ermittlung des Durchschnittspreises gemäß Ziffer 1.3 außer Ansatz.

2.5
Das Verrechnungsentgelt ergibt sich aus den Verrechnungspreisen gemäß Preisblatt.2.6Diese Schwachlastregelung gilt nicht für den Strombezug von Einrichtungen und Geräten zur Raumheizung.

3 Bedarfsarten

3.1 Haushaltbedarf

Haushaltbedarf ist der Bedarf an elektrischer Energie für den Haushalt von natürlichen Personen für private Zwecke.
Eine allein wirtschaftende Person gilt als einzelner Haushalt. Falls über die Anlage des Kunden mehrere Haushalte versorgt werden, wird für jeden weiteren Haushalt der feste Anteil des Leistungsentgeltes für den Haushaltbedarf gemäß Ziffer 1.2.1 zusätzlich berechnet. Haushaltbedarf liegt auch vor, wenn Verbrauchseinrichtungen von mehreren Haushalten gemeinsam zu Haushaltzwecken genutzt werden (z. B. die Beleuchtung von Treppenhäusern, Fluren, Kellern sowie Heizungsanlagen, Aufzüge, nicht gewerblich genutzte Waschanlagen, Schwimmbäder,
Garagen u. dgl.).

3.2 Landwirtschaftlicher Bedarf

Landwirtschaftlicher Bedarf ist der Bedarf an elektrischer Energie von Betrieben oder Betriebsteilen, bei denen die land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen im Sinne des Bewertungsgesetzes die Betriebsgrundlage bilden, einschließlich des zugehörigen, über denselben Zähler versorgten Haushaltes des Landwirtes. Ziffer 3.1, dritter Satz, gilt entsprechend. Zu den landwirtschaftlichen Betrieben gehören auch die landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, weinbauliche und gärtnerische Nutzung, die Sonderkulturen Hopfen und Spargel sowie andere Sonderkulturen, ebenso die sonstige land- und forstwirtschaftliche Nutzung wie die Binnenfischerei und Teichwirtschaft einschließlich der Fischzucht für diese Zwecke, die Imkerei, die Wanderschäferei, die Saatzucht und der Pilzanbau. Nicht zum landwirtschaftlichen Bedarf gehört der Strombezug für eine Tierhaltung, wenn diese die Grenzen des § 51 Abs. 1a und des § 51a des Bewertungsgesetzes überschreitet, und für die Weiterverarbeitung land- und forstwirtschaftlicher Produkte, wenn diese gewerbsmäßig betrieben wird.

3.3 Gewerblicher, beruflicher und sonstiger Bedarf

Gewerblicher, beruflicher und sonstiger Bedarf ist jeglicher Bedarf an elektrischer Energie, der nicht Haushaltbedarf oder landwirtschaftlicher Bedarf ist.

3.4 Mehrere Bedarfsarten (gemischter Bedarf)

3.4.1
Werden über die Anlage des Kunden mehrere, räumlich voneinander getrennte Bedarfsarten versorgt, so sind die Strombezüge für die einzelnen Bedarfsarten grundsätzlich getrennt zu messen und abzurechnen.

3.4.2
Ist eine getrennte Messung wirtschaftlich nicht vertretbar und überwiegt eine Bedarfsart eindeutig (d.h. 3/4 des Strombezuges oder mehr) und sind die Strombezüge in den übrigen Bedarfsarten nur gering, wird der gesamte Strombezug nach der eindeutig überwiegenden Bedarfsart abgerechnet.

3.4.3
Ist eine getrennte Messung wirtschaftlich nicht vertretbar und überwiegt keine der Bedarfsarten eindeutig, wird der Strombezug wie folgt auf die Bedarfsarten aufgeteilt:

(1) Bei Anlagen mit gewerblichem, beruflichem und sonstigen Bedarf sowie Haushaltsbedarf werden dem Haushaltsbedarf ein Strombezug von 50 % des gesamten Strombezuges, maximal 4.000 kWh/Jahr, zugerechnet.

(2) Bei Anlagen mit gewerblichem, beruflichem und sonstigem Bedarf sowie mit landwirtschaftlichem Bedarf werden dem landwirtschaftlichem Bedarf ein Strombezug von 50 % des gesamten Strombezuges, maximal 7.000 kWh/Jahr, zugerechnet.

Die übrige elektrische Arbeit werden dem gewerblichen, beruflichen und sonstigen Bedarf zugerechnet.
Ist der Kunde mit dieser Aufteilung nicht einverstanden und sind die Bedarfsarten räumlich voneinander getrennt, so kann der Kunde eine getrennte Messung und Abrechnung der Bedarfsarten verlangen, wenn er die durch die Auftrennung der Installation und Ergänzung der Mess- und Steuereinrichtungen verursachten Kosten trägt.

4 Abrechnung und Mitteilungspflichten

4.1
Die Einzelheiten der Strombezugsfeststellung und der Rechnungserteilung sind in der StromGVV und in den Ergänzenden Bestimmungen der Stadtwerke geregelt.

4.2
Weicht das Abrechnungsjahr aus von den Stadtwerken zu vertretenden Gründen (z. B. Änderung des Ableseturnus, Preisänderungen u. dgl.) von 365 Tagen bzw. in Schaltjahren von 366 Tagen ab oder verkürzt es sich infolge Wechsels des Kunden, so werden der feste Anteil des Leistungsentgeltes sowie das Verrechnungsentgelt zeitanteilig ermäßigt bzw. erhöht in Rechnung gestellt; Ziffer 1.2.2 bleibt unberührt.

4.3
Der Kunde ist verpflichtet, den Stadtwerken seine Bedarfsart und alle zur Ermittlung des Leistungsentgeltes erforderlichen Merkmale mitzuteilen und jede Änderung derselben sogleich anzuzeigen.

5 Konzessionsabgaben, Stromsteuer, Umsatzsteuer, gesetzliche Umlagen und Aufschläge

5.1
Das Stromentgelt nach dem Allgemeinen Tarif enthält Konzessionsabgaben, die an die Stadt Kleve abgeführt werden. Sie sind entsprechend der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) auf Höchstbeträge begrenzt:
bei Stromlieferungen im Rahmen der
- Schwachlastregelung 0,61 ct/kWh
- bei sonstigen Stromlieferungen 1,59 ct/kWh

5.2
Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die jeweils gesetzlich festgelegte Stromsteuer, die von den Stadtwerken an das Hauptzollamt abgeführt wird.

Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die Belastungen aus dem Erneuerbarer Energien-Gesetz sowie aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.

Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die jeweils von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern ermittelte Umlage gemäß § 19 Stromnetzentgeltverordnung.

Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die jeweils von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern ermittelte Umlage gemäß § 17 f EnWG-Novelle.

Die verbrauchsabhängigen Preise (in ct/kWh) enthalten die jeweils von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern ermittelte Umlage gemäß § 18 der Verordnung zu abschaltbaren Lasten.

5.3
Das Stromentgelt erhöht sich abschließend um die Umsatzsteuer in der im Liefer-/Leistungszeitpunkt jeweils gesetzlich festgelegten Höhe.

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